|
Paul Laciga für seine Karriere ausgezeichnet (Sportnacht in Davos 21.Nov.08) |
Das Herz des Schweizer Sports schlug am Freitag in Davos. Gastronom
Antonio Sellitto lud zur siebten Sportnacht in Davos. Der Italo-Bündner
zeichnete in diesem Jahr folgende Schweizer Sportler mit dem Davoser
Kristall aus: Ariella Kaeslin (Kunstturnen), Karin Thürig (Rad), Sergei
Aschwanden (Judo), Fabian Cancellara (Rad), Phillippe Senderos
(Fussball), Paul Laciga (Beachvolleyball) und Heinz Frei
(Behindertensport).
Olympiasieger Cancellara nahm den Kristall aus den Händen von
SonntagsBlick-Sportchef Walter De Gregorio in Empfang. Die Freude über
den Preis konnte «Fäbu» aber nur bedingt auskosten: Weil am
Samstagmorgen der Flieger nach Dänemark auf ihn wartete, musste der
Berner schon vor dem absoluten Party-Höhepunkt ins Bett. «In den
nächsten Tagen absolviere ich zusammen mit meinen Teamkollegen von CSC
das berüchtigte Überlebenstraining unseres Teamchefs Bjarne Riis. Da
muss ich ausgeschlafen sein.»
Während Cancellara Davos schon
früh wieder verlassen musste, traf Philippe Senderos erst gegen 22 Uhr
ein. Der Milan-Verteidiger hatte grosse Verspätung, weil er auf dem Weg
von Mailand in die Schweiz im Schneesturm kaum vom Fleck gekommen war.
In
vollen Zügen konnten dafür drei Ex-Fussballer den Abend geniessen: Die
früheren Nati-Bomber Kubi Türkyilmaz und Nestor Subiat, sowie
Vaduz-Trainer Pierre Littbarski. Der deutsche Weltmeister von 1990 über
Kubi: «Er war ein absoluter Top-Stürmer. Bis jetzt kannte ich ihn aber
nur aus dem Fernsehen, als Spieler sind wir uns nie begegnet.»
Leichte Übung. Überschwinger Christian Stucki trägt unsere Turn-Queen Ariella Kaeslin auf Händen. (Paolo Foschini)
Ein Fan von Kubi ist auch der neue Überschwinger Christian
Stucki. Der 148 Kilo schwere und 198 cm lange Big Foot (Schuhgrösse
51!) war in seiner Jugend selbst ein gefürchteter Mittelstürmer beim FC
Diessbach. In Davos trug der Sägemehl-Gigant unsere Turn-Queen Ariella
Kaeslin auf Händen. «Ariella hat mir erzählt, dass sie noch nie bei
einem Schwingfest war. Ich habe sie jetzt fürs nächste Seeländische in
Worben eingeladen.»
Norwegens
Ski-Legende Kjetil André Aamodt wurde in Davos für sein sportliches
Lebenswerk geehrt. Der Gewinner von 20 WM- und Olympiamedaillen ist
mittlerweile im Fernseh-Geschäft gelandet. «Ich moderiere auf TVNorge
eine Game-Show, die vor allem bei Kindern sehr gut ankommt.» Aamodt
ist selbst Vater einer Tochter und bei einem Glas Rotwein plauderte er
mit seinem langjährigen Weggefährten Bruno Kernen über das Papa-Leben.
Brunos Sohn Cem-Taha feierte am 9. November seinen ersten Geburtstag.
«Ich geniesse es in vollen Zügen, wenn ich meinen Buben bei seinen
ersten Schritten beobachten kann. Einfach wunderschön»!
Wunderschön
war auch die Moderatorin: Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi führte durch
den Abend. Die blonde Grazie aus dem Tessin durfte kurz vor Mitternacht
die frohe Botschaft verkünden, dass an diesem Abend 12´000 Franken für
die SOS-Kinderdörfer zusammen gekommen sind. Da setzte der
Sport-Vermarkter Philipp Huber gleich noch einen oben drauf: Der
Innerschweizer mit Firma in London griff tief ins Portemonnaie und
erhöhte auf 20´000 Franken.
|